Göttingen entscheidet sich für Elektro-Hybridbusse der Volvo Bus Corporation

Ismaning / Göttingen, 08.09.2017. Die Volvo Bus Corporation hat von der niedersächsischen Universitätsstadt Göttingen einen Auftrag über drei Elektro- Hybridbusse erhalten. Die neuen Busse Volvo 7900 EH werden ab dem Frühjahr 2018 zum Einsatz kommen. Käufer ist die Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH (GÖVB).

Göttingen entscheidet sich für Elektro-Hybridbusse der Volvo Bus Corporation

Auf den beiden Fotos links zu sehen ist ein Elektro- Hybridbus desselben Typs, der seit kurzem im Linienverkehr der schwedischen Kleinstadt Värnamo (19 000 Einwohner) eingesetzt wird.

Die Bestrebungen in Göttingen, elektrifizierte Busse einzusetzen, sind Teil des weitreichenden Ziels der Stadt, den öffentlichen Personennahverkehr in den kommenden Jahren umweltfreundlich zu gestalten. Die Göttinger Verkehrsbetriebe haben sich deshalb entschlossen, fast den gesamten öffentlichen Busfuhrpark ab 2019 sukzessive auf elektrische Busantriebe umzustellen.

Zurzeit gibt es in der Stadt 19 Buslinien, von denen einige durch das mittelalterliche Stadtzentrum führen. Es ist geplant, die 12 m langen Elektro-Hybridbusse von Volvo auf den Linien 41 und 42 einzusetzen.

Die Elektro-Hybridbusse Volvo 7900 EH können zwischen zwei Ladevorgängen ungefähr sieben Kilometer leise und völlig emissionsfrei betrieben werden. Dies entspricht etwa 70 Prozent der Strecke einer durchschnittlichen Buslinie in Europa (rund 90 Prozent aller Stadtbuslinien in Europa haben eine Streckenlänge von maximal zehn Kilometern).

Göttingen entscheidet sich für Elektro-Hybridbusse der Volvo Bus Corporation

Elektrifizierte Busse sind für die Stadt Göttingen die Lösung der Zukunft: Ab dem Frühjahr 2018 setzt die Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH (GÖVB) ihre ersten drei Elektro-Hybridbusse Volvo 7900 EH auf den Linien 41 und 42 ein.

Die Schnellaufladung der Busbatterien erfolgt an der gemeinsamen Endhaltestelle für die beiden Linien 41 und 42 auf dem GÖVB-Betriebsgelände in der Gustav-Bielefeld-Straße und dauert nur drei bis vier Minuten. Im Busdepot der GÖVB erhalten die Batterien zusätzlich jede Nacht eine Erhaltungsladung.

Die Elektro- Hybridbusse besitzen zudem auch einen kleinen Dieselmotor, der eine höhere Reichweite im Linienverkehr erlaubt und eine erweiterte Einsatzflexibilität bietet.

Neben den drei Elektro-Hybridbussen von Volvo umfasst der Auftrag aus Göttingen auch das Volvo-spezifische System zur Batterieüberwachung. Die Ladestation wird vom Hersteller ABB geliefert. Die Ladeausrüstung basiert auf der offenen Schnittstelle des

OppCharge-Zwischenladungssystems. In Bezug auf den Schnellladeprozess erfüllt 2

OppCharge die Empfehlungen der Branchenorganisation ACEA (European Automobile Manufacturers’ Association). Die Zwischenladung erfolgt mit 150 kW – die Ladestation wird jedoch bereits auf 300 kW ausgelegt, um für die spätere Aufladung vollelektrischer Busse gerüstet zu sein.

Neben Elektro-Hybridbussen umfasst die Modellpalette elektrifizierter Fahrzeuge der Volvo Bus Corporation auch Diesel-Hybridbusse (Volvo 7900 H, Volvo 7900 LAH) sowie vollelektrische Busse (Volvo 7900 E). Insgesamt hat das schwedische Unternehmen bis heute mehr als 3500 elektrifizierte Volvo-Busse weltweit verkauft.

Elektro-Hybridbus Volvo 7900 EH (Electric Hybrid)

  • Der Bus wird auf bis zu 70 % der Streckenlänge elektrisch angetrieben.
  • Im elektrischen Fahrmodus fährt der Bus geräuscharm und emissionsfrei.
  • Er verbraucht bis zu 60 % weniger Energie1 als ein vergleichbarer Dieselbus.
  • 75–90 % geringere CO2-Emissionen1 als ein konventioneller Dieselbus; dies ist abhängig von der verwendeten Kraftstoffart.
  • Ausrüstung mit einem 150-kW-Elektromotor, einer leistungsstarken Lithium- Ionen-Eisenphosphat-Batterie und einem Dieselmotor mit 177 kW/240 PS.
  • Die Schnellaufladung der Batterien erfolgt an einer oder an beiden Endhaltestellen der Buslinie; sie ist in drei bis vier Minuten möglich.

1 Diese Angaben sind die durchschnittliche Ersparnis pro Jahr im Vergleich zu einem Bus mit Euro-6-Dieselmotor auf einer europäischen Referenz-Linienstrecke mit einer Distanz von rund 9,6 km zwischen zwei Ladestationen; der CO2-Anteil im elektrischen Betrieb bemisst sich wie bei den Pkw und unter der Prämisse einer nicht-fossilen Stromerzeugung.

Opportunity Charging: OppCharge -Ladestation von ABB

  • Zwischenladung (Opportunity Charging) mit offener Schnittstelle zwischen Ladestation und Fahrzeugen entspricht der CCS-Norm der Pkw-Industrie.
  • Ladeleistung: 150, 300 und 450 kW.
  • Der Pantograf ist in die Ladesäule integriert. Der Volvo 7900 EH verfügt über auf dem Dach montierte Ladeschienen mit einem geringen Gewicht. Dies ist eine kosteneffiziente und zugleich gewichtsparende Lösung.
  • Konduktive Ladung über den Pantografen. Der Datenaustausch zwischen Bus und Ladestation erfolgt via WLAN/WiFi.

Weitere Informationen zu OppCharge stehen im Internet unter der folgenden Adresse zur Verfügung: www.oppcharge.org

 

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