Premiere für den Volvo 7900 EA in Deutschland: Vollelektrische Gelenkbus-Power für Stuttgart

Ismaning / Stuttgart, 15.09.2020. Die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) setzt auf der City-Schnellbuslinie X1 künftig zwei vollelektrische Gelenkbusse des Typs Volvo 7900 EA ein. Es sind die ersten beiden Elektro-Gelenkbusse von Volvo, die in Deutschland in Betrieb genommen worden sind.

Volvo 7900 EA

Die neuen Elektro-Gelenkbusse Volvo 7900 EA nehmen bei der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) als erstem ÖPNV-Betreiber in Deutschland ihren Betrieb auf. Von links nach rechts: Mario Laube, Kaufmännischer Vorstand der SSB; Dr. Sabine Groner-Weber, Personalvorständin und Arbeitsdirektorin der SSB; Thomas Moser, Technischer Vorstand und Vorstandssprecher der SSB; Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart und Aufsichtsratsvorsitzender der SSB; Thomas Hartmann, Geschäftsführer der Volvo Busse Deutschland GmbH.

Am 14. September 2020 hat die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart ein neues Kapitel auf dem Weg zu nachhaltigen Lösungen für die elektromobile Zukunft des ÖPNV aufgeschlagen. Auf dem Busbetriebshof Gaisburg hat die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) als erster ÖPNV-Anbieter in Deutschland zwei Elektro- Gelenkbusse Volvo 7900 EA in Betrieb genommen, die Platz für bis zu 150 Fahrgäste bieten und für den Einsatz auf der Stuttgarter Schnellbuslinie X1 vorgesehen sind.

In Anwesenheit des Stuttgarter Oberbürgermeisters und SSB-Aufsichtsratsvorsitzenden Fritz Kuhn gaben Thomas Moser, Technischer Vorstand und Vorstandssprecher der SSB, Markus Wiedemann, Unternehmensbereichsleiter Kraftfahrzeuge der SSB, und Thomas Hartmann, Geschäftsführer der Volvo Busse Deutschland GmbH, den Startschuss für die Inbetriebnahme der innovativen vollelektrischen Gelenkbusse.

„Wir von Volvo haben es uns seit 2012 zum Ziel gesetzt, auf dem Sektor der Elektromobilität eine führende Rolle einzunehmen, indem wir für die Städte eine Brücke zur Veränderung in Richtung Null-Emission bauen“, erklärt Thomas Hartmann. „Die vollelektrischen Gelenkbusse Volvo 7900 EA kombinieren hohe Fahrgastkapazität mit Leistungsstärke und niedrigen Betriebskosten. Mit der gelebten Partnerschaft zwischen Volvo und der SSB wird in Stuttgart die Transformation zur emissions- und lärmarmen Stadt gelingen, die nicht zuletzt auch mit reduzierten Unfallzahlen einhergeht.“

„Es freut mich, dass nicht nur der städtische Fuhrpark, sondern auch die Fahrzeuge der SSB zunehmend auf alternative Antriebe setzen. Vor knapp einer Woche haben wir die ersten vollelektrischen Einsatzfahrzeuge für die Feuerwehr vorgestellt, heute folgt der emissionsfrei fahrende Volvo-Gelenkbus auf der X1-Linie. Es ist gut, wenn sich Nahverkehrsbetriebe emissionsarmen und fortschrittlichen Technologien öffnen. Dadurch wird die Schadstoffbelastung verringert, die Luft in Stuttgart wird besser. Die SSB als städtische Tochter geht hier vorbildlich voran. Elektrische Busse ohne Gelenk gibt es viele – wir brauchen in Stuttgart aber große Gelenkbusse aufgrund des hohen Fahrgastaufkommens. Und bei den elektrischen Gelenkbussen sind wir jetzt die Ersten“, so der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn.

Die SSB strebt nach Elektrobussen mit ähnlicher Reichweite und Verfügbarkeit wie herkömmliche Dieselbusse. SSB-Vorstand Thomas Moser bekräftigt, dass die innovative Technologie der neuen Elektro-Gelenkbusse von Volvo zu den anspruchsvollen Randbedingungen in Stuttgart passt: „Die topografischen und klimatischen Verhältnisse wirken sich hier ungünstig auf die Reichweite aus. Sie sind eine besondere Herausforderung. Gleichzeitig setzen wir überwiegend Gelenkbusse ein, die noch mal besondere Anforderungen haben.“

„Es ist ein echter Erfolg für den ÖPNV in Stuttgart, dass wir heute die emissionsfreien Gelenkbusse in Betrieb nehmen können, deren Notwendigkeit wir vor vier Jahren in Göteburg adressiert haben. Die Zusammenarbeitet hat gefruchtet“, sagt Markus Wiedemann von der SSB. Thomas Hartmann bekräftigt: „Das Neue muss eine echte Innovation sein, die auf Dauer einfacher, billiger und sicherer zu betreiben ist – ansonsten bleibt es nur eine gute Idee. Bei der Entwicklung des Volvo 7900 EA sind die Anregungen unserer Kunden wie der SSB von Anfang an berücksichtigt worden, und deshalb verkörpert er diesen Anspruch von Volvo zu 100 Prozent.“

Volvo 7900 EA: die neuen Elektro-Gelenkbusse der SSB
Die neuen Elektro-Gelenkbusse von Volvo verfügen über leistungsstarke vollelektrische Antriebsstrang-Konfigurationen und optimierte Getriebe. Durch ihre hohe Leistung, das automatisierte 2-Gang-Schaltgetriebe von Volvo, das elektronische Bremssystem EBS mit Berganfahrhilfe, ABS und ASR sowie ihr stabiles Fahrverhalten gewährleisten sie einen sicheren Betrieb auch bei höchsten Anforderungen und unter härtesten Bedingungen. Der Volvo 7900 EA besitzt einen Doppelmotor mit einer Leistung von nicht weniger als 397 kW (540 PS), der im Heck nach links versetzt angeordnet und als Retarder geschaltet ist. Dank dieser Ausrüstung erbringt der vollelektrische Gelenkbus auch an den Stuttgart-typischen Steigungen, Bergauffahrten und Gefällen dieselbe zuverlässige Performance wie ein 12-Meter-Bus. „Mit dem Volvo 7900 EA werden wir einigen Vorurteilen, die der Elektromobilität entgegengesetzt werden, auch in Stuttgart erfolgreich begegnen“, so Thomas Hartmann.

Auf exakt 18 557 mm Länge bietet der dreiachsige Volvo 7900 EA ausreichend Platz für die komfortable Beförderung von bis zu 150 Fahrgästen. Drei zweiflügelige Innenschwenktüren mit je 1350 mm Breite, elektrischem Türantrieb und Anfahrsperre sorgen für einen raschen und reibungslosen Fahrgastfluss beim Ein- und Aussteigen an der Haltestelle. Dank Kneeling-Funktion lässt sich die komplette rechte Seite bei geschlossenen und geöffneten Türen absenken. An der mittleren Einstiegstür erleichtert eine ausklappbare Rampe den Einstieg für Rollstuhlfahrer, Senioren oder Eltern mit Kinderwagen. Zwei Stehperrons im Bereich der mittleren und hinteren Einstiegstür bieten ausreichend Stellfläche. Separate Klimazonen für Fahrer und Fahrgäste sorgen im Innenraum für optimales Klima und maximale Energieeffizienz. Ein offenes WLAN- Netz und USB-Anschlüsse zum Aufladen von Mobiltelefonen und Tablets sind im Bus vorhanden.

Elektroantrieb: leise und komfortabel bis ganz nah ans Ziel
Charakteristisch ist das leise und komfortable Fahrerlebnis im Volvo 7900 EA: Das niedrige Geräuschniveau im Innenraum erlaubt den Passagieren an Bord ein ungestörtes Chatten ebenso wie die Kommunikation mit anderen Fahrgästen. Der Fahrer profitiert von einem extrem geräuscharmen Arbeitsplatz, durch den der Stress gemindert und der Arbeitskomfort erhöht wird. Darüber hinaus reduziert der geräuscharme Elektroantrieb die Lärmbelastung der Anwohner entlang des Streckenverlaufs der Buslinie. Da der Elektro-Gelenkbus emissionsfrei und leise fährt, kann er zudem auch näher an die Wohn- und Arbeitsstätten der Menschen heranfahren. „Wir sind überzeugt, dass eine echte Mobilitätswende eine schnellere Beförderung und ein unmittelbares Absetzen in direkter Nähe zum gewünschten Zielort voraussetzt, und mit unseren Bussen kommen wir diesem Ziel sehr nahe“, so Thomas Hartmann.

Batterie: Aufladung und Energiespeicherung
Die CCS-Aufladung der Batterie erfolgt bei den beiden neuen Volvo 7900 EA auf den Betriebshöfen der SSB in Gaisburg und Bad Cannstatt. In Gaisburg sind dazu zwei Ladestationen von ABB und DB Energie mit jeweils zwei Ladesäulen eingerichtet worden, die sequentielle Ladeprozesse mit einer Ladeleistung von maximal 150 kW Gleichstrom ermöglichen. Dadurch können an jeder der beiden Ladesäulen zwar gleichzeitig zwei Busse mittels Combo-2-Steckern angeschlossen werden, die dann nacheinander geladen werden: Erst wenn die Batterie eines Busses voll geladen ist, erfolgt automatisch die Aufladung des anderen Busses.

Das Energiespeichersystem besteht aus sechs Lithium-Ionen-Batterien mit je 49 kW und automatischer Batterietemperaturregelung. Der Bus hält die Batterien auf Betriebs-temperatur und sorgt dafür, dass das Fahrzeug bei Bedarf direkt und ohne Aufwärm- phase gestartet werden kann. Die 24-V-Batterien werden aus den 600-V-Batterien geladen, und die Vorwärmung des Innenraums kann über eine Zeitschaltuhr erfolgen.

Volvo 7900 EA

Die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) setzt als erster ÖPNV-Kunde in Deutschland ab sofort zwei neue vollelektrische Gelenkbusse Volvo 7900 EA auf der Schnellbuslinie X1 ein.

X1: Innovativ, schnell und umweltfreundlich in die Stuttgarter Innenstadt
Seit ihrer Eröffnung im Oktober 2018 verbindet die Schnellbuslinie X1 als erste SSB- Buslinie durchgehend alle fünf Minuten den Stadtteil Bad Cannstatt in weniger als 15 Minuten mit den fünf wichtigsten Haltepunkten der Stuttgarter Innenstadt und dem Hauptbahnhof. Auf der Linie X1 sind neben den neuen Elektro-Gelenkbussen auch zwei Hybridbusse von Volvo auf einer eigenen Busspur im Richtungswechsel-Betrieb unterwegs. Dies gewährleistet eine ungehinderte und emissionsfreie Fahrt zu jeder Tageszeit. Zudem werden die Busse auch an Ampeln gegenüber dem Individualverkehr bevorzugt. Attraktiv für die Fahrgäste ist die Ausstattung aller Busse auf der Linie X1 mit offenem WLAN und USB-Ladebuchsen.

Insgesamt umfasst der SSB-Fuhrpark 271 Busse, von denen 30 Busse das Volvo- Emblem tragen. Zu diesen Fahrzeugen zählen 15 Hybrid-Solobusse Volvo 7900 H, fünf Hybrid-Gelenkbusse Volvo 7900 HA, acht Elektro-Hybridbusse Volvo 7900 EH und jetzt auch die beiden ersten vollelektrischen Gelenkbusse Volvo 7900 EA.

Großer Erfolg: starke Nachfrage nach Volvo 7900 EA in Europa
Der elektrifizierte ÖPNV ist keine Zukunftsvision mehr, die Transformation ist in immer mehr Städten bereits in vollem Gang. Mitte des Jahres 2018 starteten in Göteborg die Tests im regulären Linieneinsatz mit den ersten Prototypen des neuen Elektro- Gelenkbusses von Volvo im Rahmen des ElectriCity-Projekts. Im Herbst 2019 ist bereits die Serienvariante des Volvo 7900 EA auf der Busworld in Brüssel präsentiert worden. Der vollelektrische Gelenkbus von Volvo ist gefragt in Europa: In den kommenden Monaten steht die Auslieferung von insgesamt rund 280 Einheiten an. So werden im Jahr 2021 allein in Schweden die Städte Göteborg (157 Fahrzeuge), Malmö (60 Fahrzeuge) und Jönköping (49 Fahrzeuge) mit dem Volvo 7900 EA fahren. Die Unterstützung von Volvo reicht weit über die Fahrzeuglieferung hinaus und erstreckt sich von der Streckenanalyse über die Überwachung von Fahrzeugdaten und Batteriezustand (Monitoring) bis zur Installation der Ladeinfrastruktur in Zusammenarbeit mit den für den öffentlichen Verkehr zuständigen Behörden sowie spezialisierten Herstellern und Volvo-Kooperationspartnern. Zu den Vorteilen, die der elektrifizierte ÖPNV für eine Stadt bringen kann, zählt jedoch nicht nur die Reduzierung von Emissionen und Lärm, sondern er verleiht den Städten auch die Möglichkeit für eine neue und andere Art der Stadtplanung.

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Unternehmenskontakt:
Anke Chapman-Smets; Volvo Busse Deutschland GmbH; Marketing; Oskar-Messter-Str. 20; D-85737 Ismaning
Tel.: +49 (0)89 800 74 552; Fax: +49 (0)89 800 74 551;
E-Mail: anke [dot] chapman-smets [at] volvo [dot] com

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